Scheinbare Temperaturen

Der Wind Chill stellt jene Temperatur dar, die wir bei Vorhandensein von Wind fühlen. Wenn durch Windeinfluss, die am Körper anliegende isolierende Luftschicht weggeblasen wird, empfinden wir die Lufttemperatur dadurch niedriger als diese tatsächlich ist.
Der Effekt des Wind Chill wird für uns bei Temperaturen unter + 7°C spürbar, kann dann aber extreme "gefühlte" Differenzen aufweisen. Hat die Umgebungsluft z.B. eine Temperatur von +5°C und die Windgeschwindigkeit beträgt 25 km/h, fühlt sich die Luft für uns wie -5°C an. Bei einer aktuellen Temperatur von -5°C und einer Windgeschwindigkeit von 30 km/h erleben wir die frostige Kälte von -20°C.

Jeder kennt das Gefühl der Schwüle und des daraus resultierenden Unbehagen. Dies ist am  Heat Index zu erkennen. Der Zusammenhang zwischen Luftfeuchtigkeit und Temperatur ist dafür ausschlaggebend. Ein hoher Wasserdampfanteil der Luft (hohe Luftfeuchtigkeit) behindert und verlangsamt dabei die natürliche Kühlung unseres Körpers. Die Umgebungsluft kann das durch Verdunstung über die menschliche Haut abgegebene Wasser nicht mehr aufnehmen. Die Körpertemperatur steigt dadurch an und das Hitzeschlagrisiko steigt. Dieser Effekt wirkt sich aber erst ab einer Temperatur von +20°C und mehr aus.

Für die Darstellung und Berechnung des THW Index werde die Parameter des Heat Indexes verwendet, doch es wird noch die durch den Wind erzeugte Luftströmung mit einbezogen, die den Faktor Schwüle wieder etwas mildert.

Eine weitere scheinbare Temperatur ist der THSW Index. Bei dieser Berechnung werden die bereits erwähnten Parameter verwendet. Es kommt allerdings noch die Sonneneinstrahlung dazu, die je nach Intensität die gefühlte Temperatur wieder erhöht.

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